Solidarität mit Lateinamerika

Die Völker in Abya Yala organisieren sich und leisten Widerstand. Von Deutschland aus konzentrieren wir unseren Aktivismus darauf, Kämpfe aus den Abya Yala-Gebieten sichtbar zu machen und aktiv zu unterstützen sowie auf europäischer Ebene zu koordinieren, um die aktuelle Situation und die in diesen Gebieten ausgeübte Gewalt bekannt zu machen. Unser Kampf ist auch intersektionell, wir arbeiten immer aus einer feministischen und antikolonialen Perspektive.

Wir halten es für grundlegend, direkt mit den sozialen Bewegungen und Basisorganisationen in Lateinamerika in Verbindung zu treten, die die lebendigen Kräfte und den Keim aller progressiven Veränderungen darstellen, und dies mit der politischen und territorialen Arbeit, die wir in Deutschland leisten, zu artikulieren.

Die kontinuierliche Schaffung offener Räume, die die Berichterstattung über neokoloniale Gewalt und patriarchalische Praktiken fördern, die sich negativ auf die Gebiete und das menschliche Leben in Lateinamerika und der Welt auswirken, ist für unsere Arbeit von entscheidender Bedeutung. Wir sind ständig auf der Suche nach den geeignetsten Wegen, um eine affektive und wirksame internationalistische Solidarität mit den Kämpfen in Lateinamerika auszuüben, die nicht paternalistisch ist und die mit den sozialen Bewegungen in den Gebieten koordinierte Arbeit voraussetzt, wobei wir ihnen zur Verfügung stehen, um ihre Forderungen sichtbar zu machen und sie materiell zu unterstützen.

Seit der Bildung des lateinamerikanischen Blocks Ende 2018 haben wir das venezolanische Volk in seinem Widerstand und gegen die Interventionsdrohungen der Vereinigten Staaten begleitet; wir haben den Staatsstreich in Bolivien angeprangert, wir haben unsere Bemühungen verstärkt, die Volksaufstände in Ecuador, Kolumbien und Chile sichtbar zu machen. Auch wenn unsere Ressourcen noch immer begrenzt sind, wissen wir, dass wir durch die Zusammenarbeit und die effektive Arbeit einen weiteren Beitrag für die Gesellschaften leisten können, aber es bleibt noch viel zu tun. Eine unserer großen Aufgaben ist es, die Kämpfe von Ländern sichtbar zu machen, die geopolitisch keine Medienberichterstattung haben, wie zum Beispiel die Länder Zentralamerikas und der Karibik.

Gegenwärtig arbeiten wir aus einer horizontalen Vision heraus mit einem breiten Netzwerk von Organisationen und Kollektiven, mit denen wir uns weiter aufbauen, um aus einer internationalistischen Solidarität heraus zu den Kämpfen beizutragen.