Feminismen

Die Frauen*versammlung ist eine permanente Arbeitsgruppe des Bloque Latinoamericanos, die aus der Notwendigkeit entstand, eine grundlegende und kritische Genderperspektive in die politische Arbeit des Kollektivs zu integrieren. Durch Dialog, Reflexion, Aktionen sowie Austausch- und Bildungsformate beschäftigen wir uns mit unterschiedlichen Themen rund um die gesellschaftspolitischen Kämpfe von Frauen* und tragen zu diesen bei. Wir verstehen uns als einen Raum der Solidarität und der Sororität, in welchem wir Wissen und Erfahrungen unter lateinamerikanischen Migrant*innen teilen und erarbeiten. Wir identifizieren uns mit dem antipatriarchalen Kampf und vertreten eine intersektionale Perspektive, mit dem Ziel Verschränkungen verschiedener Ungleichheiten durch u. a. Geschlecht, Klasse und Ethnizität zu veranschaulichen und bekämpfen.

Uns inspirieren die historischen Kämpfe von Frauen* in Abya Yala und auf der ganzen Welt, die in einer Vielzahl von populären und gemeinschaftsbasierten Feminismen Ausdruck finden. Ein wichtiger Grundstein für die Gründung der Frauen*versammlung legte das selbstorganisierte Austauschwochenende über Jineolojî Ende 2019. Als Jineolojî wird die von den Frauen der kurdischen Bewegung entwickelte „Wissenschaft der Frauen und eines Lebens in Freiheit“ verstanden, auch bekannt als Kurdischer Feminismus. Diese Erfahrung festigte unsere Entscheidung, uns umso mehr für die Stärkung der globalen Bewegungen für die Befreiung der Frauen* sowie der Feminismen als Kollektiv einzusetzen.

Davon angetrieben beteiligen wir uns an der Allianz der Internationalistischen Feminist*innen, ein migrantisches Netzwerk mit welchem wir u. a. gemeinsam die «alternative Demo» am 8M in Berlin organisieren. Kurz gefasst, die Frauen*versammlung befindet sich im Aufbau und ist ein Raum, in welchem wir unsere politische Arbeit definieren, um unsere Umgebung in Deutschland zu beeinflussen und uns vor allem mit den Kämpfen der Frauen* in Mittelamerika, Südamerika und der Karibik zu solidarisieren. Dabei lernen und schöpfen wir Kraft aus den unterschiedlichen Erfahrungen antikolonialer Feminismen unserer Herkunftsländer.