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Yankees raus aus Lateinamerika!

Eine Verteidigung des Rechts auf Selbstbestimmung

Bloque Latinoamericano Berlin am Brandenburger Tor (3.1.2026)

In den Morgenstunden des 3. Januars entschied sich der amtierende US-Präsident Donald Trump, inmitten einer politischen Krise sowie am Rande einer Energiekrise im eigenen Land1, einen Bombenangriff auf militärische Ziele in mehreren Städten Venezuelas zu starten. Bislang ist bestätigt, dass der Präsident Venezuelas Nicolas Maduro und seine Frau entführt und zwecks seiner Inhaftierung in die USA gebracht wurden. Die Bombardierung tötete mehrere Menschen, darunter Mitglieder des Militärs als auch Zivilist*innen.

Als Bloque Latinoamericano verurteilen wir den nordamerikanischen Interventionismus und klagen vor der internationalen Gemeinschaft diese militärische Eskalation an, welche einen Angriff auf das venezolanische Volk und unseren gesamten amerikanischen Kontinent darstellt.

Die Aggression reiht sich in eine lange Liste von Maßnahmen gegen die Menschen in Venezuela ein, deren Motive sehr klar sind: Erstens, weil Venezuela die größten nachgewiesenen Rohölreserven der Welt hat. Zweitens, weil es seit 25 Jahren versucht den Prozess der Reichtumsumverteilung voranzutreiben als Teil eines sozialistischen Projekt, welches der vorherige Präsident Hugo Chávez Frías initiiert hat.

Zugleich ist der Konflikt Teil eines ökonomischen Kriegs zwischen den Vereinigten Staaten und China um die Kontrolle der Länder der Peripherie. Trump ist sich bewusst, dass die lateinamerikanischen Märkte stark vom chinesischen Einfluss dominiert werden. Da die Vereinigen Staaten nicht mit der chinesischen Industrie konkurrieren können, setzen sie auf Töten, Entführungen und das Brechen sämtlicher internationaler Abkommen. Dies ist ein letzter verzweifelten Versuch, um die eigene schwindende Hegemonie aufrechtzuerhalten.

Die Eskalation wirtschaftlicher Aggressionen ist das Ergebnis eines politisch-ökonomischen Konflikts und nicht des „Kampfes gegen den Drogenhandel“. Wenn wir das verstehen, dann erkennen wir, dass eine militärische Eskalation in einem Land eine militärische Eskalation gegen die gesamte lateinamerikanische Region bedeutet.

Es ist derselbe Trump, der erklärte, dass zuerst Venezuela dran sei. Er aber in Brasilien, Kolumbien oder Mexiko „falls notwendig“ weitermachen würde. Heute Venezuela zu verteidigen, bedeutet die freie Selbstbestimmung der Völker und des Kampfes um ihre Souveränität zu verteidigen. Keine Lösung der Probleme von Menschen werden durch die Waffen des Imperalismus kommen.

Wir rufen die Internationale Gemeinschaft und das gesamte Parteienspektrum in Deutschland dazu auf, sich gegen das nordamerikanische imperialistische Regime zu mobilisieren, welches in antidemokratischer Weise versucht die Welt zu regieren, als sei es der Eigentümer unseres Lebens.

Gegen den Krieg und für den Frieden
Gegen den extraktivistischen Imperialismus!
Für die freie Selbstbestimmung der Völker!

Raus mit den Yankees aus Lateinamerika!

  1. Die USA unterhält ein chronisches Defizit: Ende 2025 produzierte es etwa ~13,1 Mio. Barrel pro Tag (mbpd), verbrauchte jedoch ~20,4 mbpd und war damit von ~7,3 mbpd Importen abhängig. Quelle: EIA (Dezember 2025) ↩︎

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